Wrestling Matcharten

 
Wrestling-Matcharten
Beim Wrestling gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten Kämpfe anzusetzen, was die Teilnehmer, die Art und Weise den Kampf zu beenden und an den Ausgang des Kampfes geknüpfte Bedingungen betrifft.


Grundregeln
Es gibt im Wrestling je nach Kampfansetzung verschiedene Wege zu gewinnen. In diesem Abschnitt werden lediglich die allgemeinen Grundregeln im Wrestling beschrieben. Die Matcharten und Bedingungen können beliebig kombiniert werden und müssen nicht für alle Teilnehmer gelten, wodurch viele Variationen dieser Grundarten entstehen können.


Pinfall
Beim Pinfall wird der Gegner so festgehalten, dass er mit beiden Schultern den Ringboden berührt (engl. Cover), während der Ringrichter dreimal im Abstand von jeweils einer Sekunde (in der Praxis häufig auch bis zu drei Sekunden, aber nie mehr) mit der Hand auf den Boden schlägt.Der der es schafft seinen Gegner so zu "pinnen" ist der Sieger.


Aufgabe
Der Gegner gibt auf (engl. Submission). Hierbei gesteht der geschwächte Gegner seine Niederlage ein, beispielsweise wenn er sich aus einem Aufgabegriff (engl. submission hold) nicht befreien kann. Dazu klopft er mehrfach auf den Ringboden und signalisiert damit die Aufgabe (tap out).

Wird der Kämpfer, an dem ein solcher Griff durchgeführt wird, bewusstlos, dann handelt es sich um einen K.O. (engl. knocked out).

I Quit ist eine besondere Art der Aufgabe. Der Unterlegene klopft nämlich nicht ab, sondern muss durch ein Mikrofon ein für alle Zuschauer vernehmbares I Quit (engl. für Ich gebe auf) von sich geben. I-Quit-Siege sind Prestigesiege, da der Verlierer gezwungen wird, die Niederlage auch in Worten einzugestehen.

Wenn der Gegner in einem Aufgabegriff nicht aufgeben kann, weil er bewusstlos ist, dann nimmt der Ringrichter die Hand des Bewusstlosen, hebt sie hoch und lässt sie fallen. Wenn die Hand auf den Boden fällt und dies drei mal geschieht, ist der Kampf durch K.O. von dem nicht bewusstlosen Wrestler gewonnen.


Auszählen
Beim Auszählen (engl. Count-out) befindet sich ein Kämpfer außerhalb des Rings, während der Ringrichter bis zu einer bestimmten Zahl zählt; in Nordamerika geht der Count meistens bis 10, in Japan hingegen bis 20. Ist diese Zahl erreicht, ist das Match von dem sich nicht außerhalb des Rings befindlichen Wrestler gewonnen

Der Double-Countout bezeichnet ein Auszählen beider Kämpfer was ein Unentschieden zur Folge hat.


Disqualifikation
Ein Kämpfer kann aufgrund einer unerlaubten Handlung disqualifiziert werden. Der Ringrichter muss diese nicht immer mit eigenen Augen sehen, so gab es auch schon Entscheidungen, die im Nachhinein umgedreht wurden, weil der Ringrichter z. B. den Einsatz eines verbotenen Gegenstands von einem Kollegen mitgeteilt bekam.

Typische Beispiele dafür sind:

das Anwenden unerlaubter Griffe und dabei den 5-Count des Ringrichters zu ignorieren (der Griff muss nach 5 Sekunden gelöst werden; dies gilt auch für einen legalen Aufgabegriff, den das Opfer durch einen Griff in die Seile unterbrechen kann)
handgreifliche Ausfälle gegenüber dem Ringrichter
Verwendung von Gegenständen wie Tische, Stühle oder Ringtreppen, Ringlocke etc. oder auch unerlaubte Tiefschläge
Eingreifen anderer Wrestler die nicht am Kampf beteiligt sind
Kleider entreißen und vieles mehr z.B. außerhalb des Rings bleiben, bis der Schiedsrichter bis 10 gezählt hat.

"No Contest"
Der Kampf endet ohne Wertung, wenn beide Teilnehmer durch eine Einmischung von Außen angegriffen werden, so dass kein Disqualifikations-Sieg für eine Partei ausgerufen werden kann, wenn beide Parteien kampfunfähig sind, oder wenn der Kampf durch äußere Umstände abgebrochen werden muss. Zum selben Ergebnis führt das Erreichen eines eventuell festgelegten Zeitlimits, wobei hier meistens eher von einem Unentschieden (Time Limit Draw) als einem No Contest gesprochen wird.


Titelkampf
Titelkämpfe stellen eine Besonderheit dar. Es wird um eine Auszeichnung in Form eines Gürtels gekämpft das kann zum Beispiel der World Heavyweight Championship sein (auf Deutsch Welt-Schwergewichts-Titelgürtel). Ein Titel kann durch jede Kampfart errungen werden. Bei Disqualifikation oder Auszählen kann der Titel jedoch in der Regel nicht wechseln, was dem Titelträger die Möglichkeit bietet, den Kampf absichtlich zu verlieren, den Gürtel aber zu behalten. Eine der sehr seltenen Ausnahmen bei dieser Regel ist TNA Wrestling.


Elimination
Es gibt mehrere Variationen dieser Matchart. Bei Single Elimination Matches stehen mehrere Wrestler im oder am Ring, jeder Wrestler kann durch Pinfall oder Aufgabe eliminiert werden, d.h. dieser muss den Ring verlassen und darf nicht weiter am Match teilnehmen. Gewinner ist der Wrestler, der als letzter noch im Ring steht. Bei Team Elimination Matches können sich die Wrestler eines Teams gegenseitig durch ein "TAG" auswechseln. Einzelne Wrestler werden im Laufe des Matches durch Pinfall eliminiert, wobei der eliminierte Wrestler das Match verlassen muss und durch einen anderen Wrestler seines Teams ersetzt wird. Das Team ist siegreich, das alle Wrestler des gegnerischen Teams eliminiert hat.


Gauntlet-Match
Ein Gauntlet-Match ist eine Aneinanderreihung von Kämpfen. Zwei Kämpfer stehen sich gegenüber, nachdem ein Wrestler je nach Ansetzung (Pinfall, Aufgabe, Disqualifikation) besiegt wurde, wird er solange durch einen anderen Wrestler ersetzt, bis kein weiterer übrig ist. Der letzte verbleibende Kämpfer wird zum Sieger erklärt.


Ansetzungen

Singles-Match
Bei einem Einzelkampf (engl. singles match) treten zwei Wrestler gegeneinander an. Der Kampf kann durch Pin, Aufgabe, Disqualifikation oder Count-out entschieden werden. Es handelt sich hierbei um die traditionelle Form des Wrestlingkampfes, wobei in der Anfangszeit des Sports meistens die 2 out of 3 Falls-Regel angewandt wurde, welche besagt, dass der erste Kontrahent, der zwei Siege durch Pin, Aufgabe etc. erringt zum Sieger des Kampfes erklärt wird. Dies ist heute eine eher seltene und meistens als spezielle Besonderheit angepriesene Erweiterung.


Hardcore-Match
Die verschiedenen Ansetzungen des Hardcore-Wrestlings zeichnen sich durch den Verzicht auf Count-outs und Disqualifikationsregeln aus. Es gibt keine örtliche Beschränkung des Matches, sodass sich der Kampf sogar nach außerhalb der Halle verlagern kann. Der Einsatz von Waffen ist für diese Kampfart praktisch obligatorisch. Die Bezeichnung "Hardcore-Match" wird in der WWE am häufigsten benutzt; zudem existieren zahlreiche Synonyme wie Street-Fight, Extreme-Rules-Match, No-Holds-Barred-Match oder ECW-Rules-Match, bei diesen darf man aber nur im Ring pinnen oder aufgeben, während beim Hardcore-Match Pins und Aufgaben meist überall zählen (WWE)


Falls Count Anywhere
Hierbei handelt es sich um eine Zusatzregel, nach der es möglich ist, den Gegner überall in- und außerhalb der Halle pinnen zu können. In der WWE ist diese Regel mittlerweile ein fester Bestandteil eines jeden Hardcore-Matches, es gibt und gab allerdings auch Kämpfe, in denen trotz des Verzichts auf sonstige Regeln ein Punkt nur im Ring erzielt werden kann.
Bei WrestleMania X bestritten Randy Savage und Crush einen als Falls-Count-Anywhere-Match angekündigten Kampf, bei dem der unterlegene Kontrahent nach einem Pin außerhalb des Rings 60 Sekunden Zeit hatte, um wieder in den Ring zu gelangen und so die Niederlage abzuwenden.
Die Idee des Falls count anywhere wurde von der WWE erweitert, indem sie auf ihren Hardcore Champion Title die sogenannte 24/7-Regel anwandte. Sie besagte, dass zu jedem Zeitpunkt an jedem Ort ein Hardcore-Match um den Titel stattfinden könnte, wenn ein offizieller WWE-Ringrichter anwesend ist. In der Praxis führte die Regel jedoch eher zu Comedy-Szenen als zu ernsthaften Kämpfen; so wurde z. B. der amtierende Champion unbemerkt beim Schlafen angegriffen.


Death-Match
Während die Regeln eines solchen Matches sich nur selten von denen eines Hardcore-Matches unterscheiden, ist der Grad der Brutalität meistens deutlich höher. Es werden unübliche, teils völlig obskure Waffen wie Leuchtstoffröhren, Tacker, Kakteen und Rasentrimmer, sowie Glas und Feuer in vielen Variationen eingesetzt. Insbesondere in Japan sind in einigen Death-Matches Sprengladungen am Ring befestigt, die nach einer bestimmten Zeit gezündet werden. Zudem gibt es Varianten wie das Crocodile-Death-Match, in dem der Verlierer nach dem Kampf mit einem Krokodil kämpfen muss. Ein Piranha-Death-Match kann man nur gewinnen, indem man den Kopf des Gegners für 10 Sekunden in ein im Ring stehendes, mit Wasser und Piranhas gefülltes Behältnis taucht. Solche speziellen Formen des Death-Matches wurden hauptsächlich Mitte bis Ende der 90er in Japan erschaffen, wobei in Nordamerika zu dieser Zeit besonders die ECW recht innovativ war und z. B. das Taipei-Death-Match, in dem die Kontrahenten ihre behandschuhten und mit Klebstoff getränkten Hände vor dem Kampf in Glasscherben tauchen, erfand.
Diese extreme Form des Hardcore-Matches kommt fast ausschließlich in Independent-Ligen wie CZW, IWA Mid-South oder Big Japan vor, da größere Ligen ihrem Millionenpublikum einen derartigen Grad an Brutalität nicht zumuten können oder wollen.


First-Blood-Match
Ziel dieser Sonderform des Hardcore-Matches ist es, dem Gegner eine Platz- oder Schnittwunde zuzufügen. Derjenige, der zuerst sichtbar blutet, hat das Match verloren. Allerdings können diese Kämpfe auch anders ausgehen als geplant indem der als Sieger gebookte Wrestler ungeplant zuerst blutet. In diesem Fall bladet (blutet absichtlich durch einen vorher zugefügten und verklebten Schnitt) entweder der gebookte Verlierer, so dass er stärker blutet, oder das Match wird mit dem anderen als Sieger beendet.


Barbed-Wire-Match
Häufig auch als No-Ropes-Barbed-Wire-Match bezeichnet. Die Ringseile werden durch Stacheldraht ersetzt, ansonsten entspricht es einem Hardcore-Match. In Japan liegen häufig zusätzlich mit Stacheldraht bedeckte Holzbretter (barbed wire boards)oder mit Stacheldraht umwickelte Stühle ("barbed wire chairs") neben dem Ring; mitunter sind diese mit Sprengstoff ausgestattet, der zu einer Explosion führt, sobald ein Wrestler auf das Brett fällt. Gerade in größeren Ligen ist der Stacheldraht häufig präpariert, um zu heftige Verletzungen zu verhindern.


Clockwork-Orange-House-of-Fun-Match
Hier hängen an Stahlketten befestigte Gegenstände über dem Ring und können als Waffen benutzt werden. Ansonsten entspricht die Matchart einem normalen Hardcore-Match mit Falls-count-anywhere-Regel. Raven führte das Match als Bowery-Death-Match in der WCW ein; später bestritt er auch bei TNA solche Kämpfe; zunächst unter o. g. Namen, später unter der Bezeichnung Raven's House of Fun. In der JCW ist es als Holler-Match bekannt.


Fans-bring-the-Weapons-Match
Eine weitere Art des Hardcore-Matches besteht darin, dass die Fans Utensilien zum Ring mitbringen. Somit kann vorher nicht direkt bestimmt werden was eingesetzt wird, sondern die Fans bringen Gegenstände mit, die sie für gut einsetzbare Waffen halten. Seien es Leuchtstoffröhren, Tacker oder Reißnägel. Das Besondere hier ist, das die Fans so zu sagen in das Match involviert werden, sie sind Teil der Show. Außerdem müssen die Wrestler improvisieren können, um ein gutes Match abzuliefern. Gerade deswegen ist diese Matchart relativ beliebt und findet globalen Anhang in diversen Ligen. Besonders etabliert hat sie sich in der originalen ECW, wobei dort meist auch in normalen Matches die von den Fans mitgebrachten Utensilien verwendet wurden.


Crucifixion-Match
Bei diesem Match muss man seinen Gegner an ein Kreuz Nageln, um zu gewinnen. Dieses Match wird sehr selten bis gar nicht verwendet. Legendär ist jedoch dieses Match aus der früheren ECW, bei dem der Sandman an ein Kreuz genagelt wurde. Danach verließ Kurt Angle die Promotion, weil er dies nicht mit seiner religiösen Einstellung verbinden konnte.


Multi-Way-Match (Triple Threat und Fatal Four Way)
An Kämpfen dieser Art nehmen normalerweise drei bis sechs Wrestler teil, wobei es keine vorgesehenen Allianzen gibt und somit jeder gegen jeden antritt. Am bekanntesten sind die Varianten Triple-Threat-Match (mit drei Teilnehmern) und Fatal-Four-Way-Match (mit vier Teilnehmern). Wenn mehr als 4 Wrestler teilnehmen, werden diese Matches auch als One-Fall-to-a-Finish- Match bezeichnet.
Optional tritt in solchen Veranstaltungen eine Eliminierungsregel in Kraft, sodass nicht der Wrestler den Kampf gewinnt, der als erster einen Pinfall erzielt, sondern derjenige, der als letztes übrig bleibt, nachdem die besiegten Teilnehmer nacheinander aus dem Kampf ausscheiden. Für solche Elimination-Matches gibt es Bezeichnungen wie Three-Way-Dance und Four-Way-Dance, wobei diese je nach Liga auch schlicht als Synonym für die obigen Bezeichnungen verwendet werden können und nicht zwingend etwas über eine eventuelle Eliminierungsregel aussagen.


Multi-Way-Tag-Match
Dies ist eine Variante des Multi-Way-Matches, bei der stets nur zwei Wrestler gleichzeitig am Kampf teilnehmen, während die anderen Teilnehmer außerhalb des Rings stehen und wie in einem Tag-Team-Match eingewechselt werden können. Dabei kann jeder Kontrahent mit jedem inaktiven Teilnehmer wechseln. Die möglichen Bezeichnungen eines solchen Kampfes richten sich nach der Anzahl der Teilnehmer; bekannt sind z. B. Triangle-Match, Four-Corners-Match oder Six-Man-Mayhem. Eine Eliminierungsregel ist hierbei eher unüblich.


Battle Royal
Ein Match mit einer unbeschränkten Zahl an Kontrahenten, das üblicherweise mit einer Eliminierungsregel versehen ist, sodass jeder Wrestler, der aufgibt oder gepinnt wird aus dem Kampf ausscheidet, und das Match mit den verbleibenden Kämpfern fortgeführt wird. Der Übergang von einem Multi-Way-Match zu einer Battle Royal ist fließend, da die Bezeichnungen willkürlich festgelegt werden. Üblicherweise spricht man ab einer Teilnehmerzahl von sechs von einer Battle Royal, sofern keine spezielle Gimmick-Bezeichnung verwendet wird. Eine besonders große Battle Royal fand viermalig in der WCW statt; dort traten 60 Wrestler auf drei Ringe verteilt gegeneinander an und konnten zusätzlich zu den üblichen Regeln auch durch einen Wurf aus dem Ring eliminiert werden.


Top Rope Battle Royal
Bei dieser Sonderform der Battle Royal kann die Eliminierung ausschließlich dadurch erfolgen, dass ein Wrestler über das oberste Seil (top rope) nach draußen befördert wird und mit beiden Beinen den Boden berührt. Die WWE veranstaltet jährlich zum Royal Rumble einen solchen Kampf mit 30 Teilnehmern, bezeichnet es jedoch als Royal Rumble Match. Eine weitere Besonderheit dieses Kampfes ist das im Abstand von jeweils ca. 2 Minuten erfolgende Eintreten der Wrestler, die also nicht alle von Beginn an am Match teilnehmen. Bei TNA existiert eine Variante namens Gauntlet for the Gold, bei der sechs Wrestler nacheinander in den Kampf eingreifen. Sind nur noch zwei Kontrahenten übrig, beenden sie allerdings den Kampf nach den Regeln eines normalen Einzelkampfes.


Hardcore Battle Royal
Diese Kampfart wurde erstmals von der WWE bei WrestleMania 2000 ausgetragen. 13 Wrestler bestritten eine Battle Royal unter normalen Hardcore-Regeln (inkl. Falls count anywhere). Der amtierende WWE Hardcore Champion nahm am Kampf teil - wenn er gepinnt wurde, wechselte der Titel vorübergehend, wobei der unterlegene Wrestler weiterhin im Match blieb. Nach Ablauf eines Zeitlimits - in diesem Fall 15 Minuten - wurde der Kampf beendet und der Wrestler, der zu diesem Zeitpunkt den Titel hielt, endgültig zum neuen Champion erklärt. Die im Kampf erfolgten Titelwechsel wurden von der WWE anerkannt, was dazu führte, dass der Titel durch 10 Wechsel in einer Viertelstunde stark an Wert verlor.


Handicap-Match
So wird eine Kampfart bezeichnet, in der eine Seite eine numerische Überlegenheit gegenüber dem Gegner/den Gegnern hat. Am verbreitetsten ist es in der Variante 2 gegen 1, wobei alle erdenklichen Konstellationen möglich sind. Die WWE veranstaltete 2006 beispielsweise mehrere 5 gegen 1-Kämpfe. Häufig steht in Handicap-Matches ein großer, kräftiger Wrestler mehreren Jobbern gegenüber, um seine Überlegenheit zu demonstrieren - dies war eine Spezialität von Andre the Giant.


Tag-Team-Match
Es stehen sich zwei Teams aus jeweils zwei Wrestlern gegenüber, wobei nur ein Partner aktiv am Kampf teilnimmt. Die anderen Partner stehen in gegenüberliegenden Ecken außerhalb des Rings und können durch Abklatschen (Tag) ihren Partner im Ring ersetzen. Nach einem Wechsel gibt es eine theoretisch fünfsekündige Phase, in der der ausgewechselte Wrestler im Ring bleiben darf, um zusammen mit seinem Partner eine Aktion auszuführen (Double-Team-Move). Der Kampf endet, wenn ein Wrestler gepinnt, disqualifiziert etc. wird; Eliminierungsregeln sind nicht üblich. Allerdings gibt es nicht nur Tag-Team-Matches nach diesen normalen Regeln, in denen sich zwei Teams aus je zwei Wrestlern gegenüberstehen, sondern auch zahlreiche andere Varianten mit bis zu sechs Wrestlern in jedem Team (siehe "Survivor Series 2005") und Handicap-Tag-Team-Matches, bei denen sich ungleich große Teams gegenüberstehen.


Tornado-Tag-Team-Match
In dieser Variation nehmen beide Wrestler der Teams aktiv am Kampf teil, sodass der namensgebende Tag entfällt. Auch hier endet der Kampf grundsätzlich nach dem ersten regelkonformen Ausschalten eines Gegners.

 

 

Trios
Das auch als Relevos Australianos (span. Australischer Wechsel) bezeichnete Trios ist im mexikanischen Wrestling (und dort insbesondere in den beiden großen Ligen AAA und CMLL) die verbreitetste Form des Teamkampfes. Es stehen sich Teams aus je drei Wrestlern gegenüber, wobei jeweils ein Mann als Kapitän bestimmt wird. Ein Team kann nur gewinnen, indem es entweder den gegnerischen Kapitän oder beide anderen Gegner besiegt. Verschiedene Tag-Regeln sind möglich; so wird z. B. häufig ein Wrestler, der den Ring verlässt oder hinausgeworfen wird im fliegenden Wechsel durch einen seiner Partner ersetzt. Diese Regel wird als Scramble bezeichnet und kam auch bei Ring Of Honor bereits zum Einsatz.


Mixed-Tag-Team-Match
Die beiden Teams bestehen meistens aus je einem männlichen und einem weiblichen Kontrahenten, wobei stets nur Wrestler des gleichen Geschlechts gegeneinander antreten dürfen, d. h. wenn ein Team einen Tag ausführt, sind auch die Gegner zum Wechseln gezwungen. Mitunter treten in solchen Matches auch zwergwüchsige Wrestler (Midgets) anstelle der Wrestlerinnen auf, dürfen dann allerdings auch gegen eventuelle weibliche Gegner antreten.


Parejas-Increíbles-Match
Hier werden Parejas Increíbles (span. unglaubliche Paare) gebildet, also Teams, die aus Rivalen oder gar Fehdengegnern (typischerweise folglich eine Mischung aus Faces und Heels) bestehen. Der besondere Reiz entsteht aus dem Zwiespalt der Wrestler, ob sie die Rivalität für die Dauer des Matches zurückstellen können oder aber ihren Partner attackieren und somit ihre eigene Siegchance deutlich verringern. Diese Matchart ist hauptsächlich in Mexiko verbreitet, doch auch in Nordamerika kam sie bereits vor - in der WCW nannte man es Lethal Lottery, während die WWE bei der Survivor Series 1995 ein Wild Card Match mit jeweils vier Kontrahenten auf jeder Seite veranstaltete.


I-Quit-Match
Hier geht es darum, seinen Gegner zur Aufgabe zu bewegen, wobei weder Disqualifikation, noch Count-out den Kampf entscheiden können. Ist der überlegene Kontrahent der Meinung, seinen Gegner ausreichend bearbeitet zu haben, hält er ihm ein Mikrofon an den Mund, in welches dieser dann mit den Worten "I quit" (engl. ich gebe auf) den Sieg des Gegners anerkennen kann. Mitunter ist auch ein Ringrichter oder weiterer Wrestler (als Special Referee) für das Mikrofon verantwortlich. Auf Grund der ausdrücklich verbal geäußerten Aufgabe gilt eine Niederlage in einem solchen Kampf als besonders demütigend. Das letzte Match dieser Art wurde zwischen Rey Mysterio und Chavo Guerrero veranstaltet.


Ladder-Match
 
Mr. Kennedy beim Sieg im Money in the Bank-Match auf der Wrestlemania XXIII.
In einem Leiterkampf stehen zumeist Championtitel oder andere wichtige Gegenstände (z.B. Verträge oder Geldbeträge) auf dem Spiel. Hierbei hängen der Titelgürtel oder ein sonstiger Gegenstand unter der Hallendecke - an einer Kette oder einem Seil befestigt - und sind nur mit einer Leiter zu erreichen. Die Leiter wird hierbei zum Schlüssel des Kampfes, oft werden von ihr herab beeindruckende Sprünge auf den Gegner ausgeführt, oder sie wird als Schlagwaffe gebraucht. Steigt ein Kämpfer auf die Leiter, versuchen die anderen Teilnehmer ihm die Leiter unter den Füßen wegzuziehen oder zu -treten, was regelmäßig zu spektakulären Stürzen führt. Ansonsten gibt es keinerlei Pinfalls, Submissions oder Disqualifikationen. In der ECW waren die Regeln für einen Leiterkampf etwas anders. Dort war die Leiter als legitime Waffe im Ring aufgebaut, der Sieger des Kampfes wurde durch Pinfall oder Aufgabe bestimmt. Die WWE etablierte bei WrestleMania XXI einen als Money-in-the-Bank-Match bezeichneten Leiterkampf als neuen jährlichen Bestandteil der Großveranstaltung. Es treten sechs oder acht (wie bei WrestleMania 23) Kontrahenten an; an der Hallendecke ist ein Koffer befestigt, dessen Besitz den Sieger zu einem Titelmatch gegen den amtierenden World Champion der jeweiligen Liga berechtigt. Der Zeitpunkt ist auf die folgenden zwölf Monate eingeschränkt, kann ansonsten vom Sieger allerdings frei gewählt werden.


Lumberjack/-jill-Match
Ein Lumberjack-Match ist ein Einzelkampf mit der Besonderheit, dass um den Ring weitere Wrestler postiert sind. Dabei kann es sich um Freunde der jeweiligen aktiven Kontrahenten oder um eine einseitige Zusammensetzung (meistens komplett aus Heels bestehend) handeln. Verlässt ein Wrestler den Ring, wird er von den ihm feindlich gesinnten Lumberjacks attackiert, die häufig versuchen, ihm (insofern es sich nicht um ein Titelmatch handelt) durch count-out den Sieg zu kosten. Die Lumberjacks dürfen den Ring selbst nicht betreten. Handelt es sich bei den um den Ring stehenden Wrestlern um Frauen (zumeist bei Women's Matches), nennt man den Kampf Lumberjill-Match. Es ist die zweitgefährlichste Wrestling-Art, nach dem "Hell In The Cell", die es gibt.


Cage-Match
Bei einem Cage-Match (engl. Käfigkampf) wird direkt um die Ringpfosten ein Käfig aus Maschendraht oder Eisenstangen aufgebaut. Der Käfig ist oben offen und es gewinnt der Wrestler, der es als erster schafft, ihn zu verlassen. Häufig gibt es zu diesem Zweck auch eine Tür auf einer Seite des Käfigs, die auf Anweisung eines Kontrahenten von bereitstehenden Ringrichtern geöffnet wird. Eher üblich ist die Möglichkeit, einen solchen Kampf auch durch Pin oder Aufgabe entscheiden zu können. Es gibt auch Variationen, z. B. ein Barbed Wire Steel Cage o.ä.. In der TNA gibt es das Cage-Match unter dem Namen "Six Sides of Steel" - passend zu dem 6-eckigen Ring.


Hell in a Cell
Diese Kampfart wurde 1997 erstmals von der WWE eingesetzt, wurde jedoch nicht von dieser Liga erfunden. Der Ring wird von einem Maschendrahtkäfig umschlossen, doch im Gegensatz zum Cage-Match hat sein Grundriss einen größeren Umfang, sodass neben dem Ring auf jeder Seite noch ungefähr ein Meter Platz ist. Zudem ist das Konstrukt oben geschlossen, folglich ist eine Flucht aus dem Käfig theoretisch nicht vorgesehen. Der Kampf wird durch Pin oder Aufgabe entschieden. Da im Hell in a Cell stets Waffen (sowie der Maschendraht des Käfigs selbst) eingesetzt werden und sich die Kämpfe häufig auf das Dach der Konstruktion verlagern, gilt dieser Kampf als einer der härtesten in der WWE. Das wohl berühmteste Match dieser Art bestritten 1998 der Undertaker und Mick Foley. Während des Kampfes ließ sich Mick Foley durch seinen Kontrahenten vom Käfigdach auf einen 6 Meter tiefer befindenen Tisch werfen und nahm einen Chokeslam durch die Maschendraht-Konstruktion hin. Im Verlauf des Kampfes verlor Mick Foley zweimal das Bewusstsein und schlug sich mehrere Zähne aus. Die WCW veranstaltete mit dem Caged-Heat-Match einen identischen Vorläufer des Hell in a Cell, während es in der NWA zuvor den Thundercage gab, der allerdings an der oberen Seite nicht geschlossen war. Das bisher Letzte Hell-in-a-Cell-Match in der WWE war am 17. September 2006, bei Unforgiven 2006 zwischen D-Generation X und Vince McMahon, Shane McMahon und Big Show


Elimination Chamber
Bei dieser nur in der WWE vorkommenden Kampfart ist eine einzigartige zylinderförmige Käfigkonstruktion um den Ring gebaut. Zusätzlich wird der innerhalb des Käfigs liegende Boden aufgestuft, damit er mit dem Ring auf gleicher Höhe ist. Es nehmen insgesamt sechs Wrestler teil, wobei zwei davon das Match im Ring beginnen und die vier übrigen in kleinen Plexiglas-Kammern hinter den Ringpfosten postiert sind und nacheinander im Abstand von jeweils fünf Minuten zum Kampf hinzustoßen. Wer gepinnt wird oder aufgibt, scheidet aus dem Match aus. Manchmal wird in Vorausscheidungskämpfen bereits ermittelt, wer das Match beginnt und wer zuletzt teilnimmt.
Diese Matchart wurde für die Hintergrundgeschichte von Eric Bischoff erfunden, der damit diverse Elemente des Royal Rumble Match, des traditionellen Survivor-Series-Match, sowie der aus der WCW bekannten War Games kombinieren wollte. Die WWE etablierte die Elimination Chamber zunächst als festen Bestandteil der jährlichen Großveranstaltung New Years Revolution.


Triple-Cage-Match
Ursprünglich nur ein Bestandteil des Filmes Ready to Rumble, wurde diese Kampfart später auch in der WCW verwirklicht. Drei Käfige sind übereinander platziert, wobei sie nach oben hin in ihrer Größe abnehmen. Jeder Käfig hat ein Dach und somit eine Ebene, auf der gekämpft werden kann; zudem liegen auf der mittleren Ebene einige verwendbare Waffen herum. Auf dem Dach des obersten Käfigs liegt ein bestimmtes Objekt, dessen Einsammeln das Ziel des Kampfes darstellt.


Punjabi-Prison-Match
Diese Sonderform des Käfigkampfes wurde in der WWE als Spezialität in der Hintergrundgeschichte des Inders The Great Khali eingeführt, wobei dieser aus Verletzungsgründen nicht an der bisher einmaligen Austragung des Kampfes teilnehmen konnte. Der Ring ist von 2 großen Bambuskonstrukten, die 16 und 20 Fuß hoch sind, umgeben. Der innere Käfig hat 4 Türen, die jeweils nur 60 Sekunden bei Aufforderung geöffnet werden. Anschließend bleiben sie den Rest des Kampfes geschlossen. Die Spitzen des zweiten Käfigs sind mit spitzen Bambusstangen gespickt. Der Sieger des Kampfes ist derjenige, der es schafft, aus beiden Käfigen zu entkommen. Den bis jetzt einzigen Kampf dieser Art gewann The Undertaker gegen The Big Show. Bei No Mercy wird Batista auf The Great Khali terffen, in dieser Matchart


Kennel From Hell
Die Matchart wurde in der WWE in der Hintergrundgeschichte von Al Snow als Parodie des Hell in a Cell eingeführt. Um einen normalen Steel Cage wurde zusätzlich eine aus dem Hell in a Cell bekannte Konstruktion aufgebaut, während im Zwischenraum der beiden Käfige zwei Hunde, die angeblich seit Wochen nicht gefüttert wurden, platziert waren. Das Ziel war es, aus den Käfigen zu fliehen. Der Kampf wurde zum Desaster, da die beiden Hunde ständig einander angriffen und sich auf den Hallenboden erleichterten - somit blieb der Kampf zwischen Al Snow und dem Big Boss Man im Jahre 1999 der einzige dieser Art.


Tables-Match
Es steht eine Vielzahl an Tischen im und um den Ring bereit. Das Ziel des Kampfes ist es, den Gegner durch einen Tisch zu befördern, sodass dieser zerbricht. Meistens werden Tables-Matches unter Hardcore-Regeln ausgetragen, wobei dies nicht zwingend ist - der legale Waffeneinsatz kann sich auch auf die Tische beschränken, während andere Gegenstände zur Disqualifikation führen.
In der ECW gab es das Flaming-Tables-Match, in dem die Oberfläche des Tisches erst angezündet werden musste, bevor man den Gegner hindurchbefördern und somit den Sieg erringen konnte. Dies ist und war - ebenso wie das normale Tables-Match - eine Spezialität der heute als Team 3D bekannten Dudley Boyz, die die Matchart von der ECW erst in die damalige WWF und später zu TNA brachten.


Tables-, Ladders- and Chairs-Match
Wie der Name bereits impliziert, dreht sich ein TLC-Match um Tische, Leitern und Stühle was die Attribute der früheren WWE-Tag-Teams Dudley Boyz (Tische), Hardy Boyz (Leiter) und Edge und Christian (Stühle)waren bzw. sind. Etliche dieser Gegenstände sind am Ring platziert und werden als Waffen eingesetzt. Das Ziel des Matches ist variabel, so kann es als Ladder-Match mit einer über dem Ring hängenden Trophäe oder als normales Match mit einer Entscheidung durch Pin oder Aufgabe ausgetragen werden, wobei erstgenannte Variante häufiger ist. Auch die Teilnehmerzahl ist nicht festgelegt - die ersten TLC-Matches in der WWE involvierten drei bis vier Tag-Teams, doch auch Einzelmatches kamen inzwischen vor. Das TLC-Match ist eine zumindest in der WWE sehr selten vorkommende Kampfform, so fand im September 2006 erst das sechste seiner Art statt. Edge war an allen, bis auf einem davon beteiligt und ist somit alleiniger Rekordhalter in dieser Liga.
TNA übernahm 2005 das Prinzip des Matches und veranstaltete erstmals das sogenannte Full Metal Mayhem. Dabei handelt es sich eigentlich um ein Ladder-Match ohne Disqualifikation, das aber als TLC-Match anerkannt wird, da bereits vor dem Match die namensgebenden Gegenstände bereitgestellt werden. Auch die ECW veranstaltete Matches dieser Art, fügte teilweise allerdings noch Singapore Canes zu den vorgesehenen Waffen hinzu.


Container-Match
In einem Match dieser Art gibt es ein bestimmtes Behältnis, in das der Gegner befördert werden muss, oder aber einen Gegenstand, an dem der Gegner gefesselt o. Ä. wird. Sonstige Regeln sind normalerweise außer Kraft gesetzt. Die Bezeichnung Container-Match kommt selbst praktisch nie vor; statt dessen nimmt der Kampf den Namen des entsprechenden Behältnisses an. Neben den nachfolgend aufgeführten Varianten gibt es viele weitere Container-Matches, die beispielsweise Zwangsjacken (Straitjacket-Match) oder Handschellen (Handcuff-Match) verwenden.


Casket-Match
Das Ziel beim Sargkampf ist es, seinen Gegner in einen bereit gestellten Sarg zu befördern und diesen entweder selbst zu schließen oder bereitstehende Ringrichter zum Schließen des Sargs aufzufordern. Der Sargkampf ist eine Spezialität des Undertaker, dessen Gimmick bestens zu dieser morbiden Kampfart passt. Diese Kampfform sollte nicht mit dem Coffin-Match (engl. ebenfalls Sargmatch) verwechselt werden; dieses wird nämlich durch Pin oder Aufgabe entschieden, wobei der Verlierer nach dem Kampf in einen Sarg gesteckt wird.


Ambulance-Match
Hierbei besteht das Ziel darin, den Gegner ins Innere eines am Halleneingang stehenden Krankenwagens zu verfrachten und beide Ladetüren zuzuschließen. Diese Kampfart wurde in der WWE erstmals bei der Survivor Series 2003 zwischen Kane und Shane McMahon ausgetragen.

Buried-Alive-Match
Um diesen Kampf zu gewinnen, muss der Gegner in ein Erdloch befördert und dieses zugeschaufelt werden. Auch diese Kampfart gilt als Spezialität des Undertakers, der bisher an allen vier in der WWE ausgetragenen Kämpfen teilnahm. Im Anschluss an den Kampf entkommt der "lebendig Begrabene" Verlierer mittels einer geschickt verborgenen Geheimtür aus seinem Grab. Das bisher letzte Buried-Alive-Match war bei Survivor Series 2003, zwischen dem Undertaker und Vince McMahon


Stretcher-Match
Ziel dieses Kampfs ist es, den Gegner kampfunfähig zu machen, damit man ihn auf eine bereitstehende Trage legen und in den Eingangsbereich der Arena schieben kann.

Den allerersten Kampf dieser Art bestritten Rob Van Dam und Sabu in der ECW. Heutzutage wird dieses Match, dass auch auf der ECW-DVD "Bloodiest Matches" vorhanden ist, als Klassiker gehandelt. Das letzte Match dieser Art bestritten Rob Van Dam und Randy Orton bei WWE One Night Stand 2007. RVD konnte dieses Aufeinandertreffen für sich entscheiden.


Bull-Rope-Match
Bei dieser Kampfart sind die Kontrahenten mit einem Seil an den Handgelenken gefesselt, so das keiner der beiden fliehen kann. Dieses Seil, an dem zumeist noch eine Kuhglocke hängt, kann in dem Kampf nach Belieben eingesetzt werden. Neben den üblichen Regeln kann das Ziel des Kampfes auch darin bestehen, alle vier Ringpfosten zu berühren, ohne vom Gegner daran gehindert zu werden. Es existieren zahlreiche Synonyme, die sich häufig nach dem verwendeten Fesselwerkzeug richten, z. B. Dog-Collar-Match, Indian-Strap-Match oder Caribbean-Strap-Match.


Iron-Man-Match
Bei dieser Kampfart wird im Voraus eine bestimmte Zeitspanne festgelegt, in der der entsprechende Kampf ausgetragen wird (in der WWE meist 30 oder 60 Minuten). Sieger ist, wer nach Ablauf dieser Zeitspanne die meisten Falls erringen konnte (gewertet werden Pinfalls, Aufgaben, Count-outs und Disqualifikationen). Bei einem Unentschieden nach Ablauf der Zeit wird oft eine Verlängerung nach Sudden Death-Regeln angesetzt; es entscheidet dann also wie in einem normalen Kampf der erste Fall. Ein Iron-Man-Match stellt hohe Anforderungen an die Kontrahenten, da sie in dieser Kampfart die Zuschauer über einen ungewöhnlich langen Zeitraum unterhalten müssen, ohne sich im Ring merkliche Ruhepausen zu gönnen.
Eine spezielle Variante ist das Ultimate-Submission-Match, bei dem nur durch Aufgabe Punkte erzielt werden können.


Blindfold-Match
Bei dieser Kampfart sind einer oder beide Kontrahenten durch eine Augenbinde gezwungen, blind zu kämpfen. Dabei haben Faces in dieser Kampfart einen gehörigen Vorteil, da das Publikum ihnen stets Hinweise über die Position des Gegners gibt. Das Blindfold-Match kommt heutzutage höchst selten vor; in diesem Jahrtausend bestritten lediglich Triple H und John Cena verhältnismäßig unbedeutende Kämpfe dieser Art. Erstmals bestritten Jake "The Snake" Roberts und Rick "The Model" Martel ein solches Match.


Loser Leaves Town
Auch als Loser Leaves Company und anderen Namen bekannt. Der Verlierer des Kampfes steigt aus der Liga/aus dem Roster aus; ein Brauch aus den alten Zeiten als Wrestling eine Jahrmarkstattraktion war und es der Attraktivität des jeweiligen Vermarkters diente, seine Darsteller auszusortieren und durch neue zu ersetzen. Heutzutage dient es eher zur Rechtfertigung einer Pause (zum Kurieren einer Verletzung, aus familiären Gründen, etc.) des unterlegenen Wrestlers, der zu einem späteren Zeitpunkt wieder in die Liga einsteigt - beispielsweise verlor John "Bradshaw" Layfield ein Loser Leaves Company Match, nachdem er bereits zuvor entschied, seine Karriere als aktiver Wrestler vorerst zu beenden, um dann nach kurzer Zeit als Kommentator in die WWE zurückzukehren.


Luchas de Apuestas
Bei den in Mexiko etablierten Luchas de Apuestas (span. Kämpfe um Einsätze) kann es sich um viele verschiedene Kampfarten handeln, die sich jedoch dadurch auszeichnen, dass die Kontrahenten etwas bestimmtes aufs Spiel setzen. Im nordamerikanischen Wrestling ist dabei das Hair-vs.-Hair-Match am weitesten verbreitet. In diesem Fall muss sich der Verlierer des Kampfes die Haare komplett abschneiden lassen. In Mexiko stehen häufig die Masken der Wrestler auf dem Spiel – eine Demaskierung in einem Mask-vs.-Mask-Match bedeutet im Lucha Libre quasi den Verlust der Ehre. Normalerweise darf ein Wresler, der seine Maske in einem solchen Kampf verlor, nie wieder maskiert auftreten, doch kommerzielle Interessen sorgten hier bereits für Ausnahmen – so darf Rey Mysterio außerhalb Mexikos seine Maske nach wie vor tragen, obwohl er sie einst in einem Hair-vs.-Mask-Match an Kevin Nash verlor.


Inferno-Match
Die beiden Kontrahenten befinden sich im Ring. Der Ring ist rund um sie angezündet. Der Kampf kann nur gewonnen werden, indem man seinen Gegner in Brand setzt. Bisher gab es aber nur 4 Kämpfe dieser Art in der WWE: am 26. April 1998 bei "In Your House: Unforgiven" konnte The Undertaker Kane besiegen. Ein zweites Inferno-Match zwischen The Undertaker und Kane fand am 22. Februar 1999 bei RAW IS WAR statt, welches Kane verlor. Sowie Triple H vs Kane bei SmackDown! im Jahre 1999. Am 17. Dezember 2006 besiegte Kane MVP bei der Großveranstaltung WWE Armageddon 2006. Kane ist der einzige Superstar der in allen 4 Infernokämpfen antrat, von denen er 3 verlor.


Last-Man-Standing-Match
Bei dieser Kampfart geht es darum, den Gegner soweit zu schwächen, bis er am Boden liegt und im Stile des Boxens vom Ringrichter bis 10 ausgezählt wird. Auf Disqualifikation wird verzichtet; üblicherweise werden Kämpfe dieser Art sehr brutal, um den knock-out glaubwürdig erscheinen zu lassen. Um den Hardcore-Anteil eines Last-Man-Standing-Matchs besonders zu betonen, bezeichnet man es mitunter auch als Texas-Death-Match. Eine recht verbreitete Variation besteht darin, dass der Gegner zuerst gepinnt werden muss, bevor der Ringrichter ihn anzählt.


Strip-Match
In solchen Kämpfen besteht das Ziel darin, den Gegner teilweise zu entkleiden. Da dabei kaum wrestlerische Fähigkeiten zum Einsatz kommen, treten meistens untrainierte Manager oder Valets an, obwohl heutzutage auch trainierte Wrestlerinnen Kämpfe dieser Art bestreiten. In der WWE ist das Bra-and-Panties-Match am verbreitetsten, bei dem die ausschließlich weiblichen Kontrahenten ihre Gegnerin bis auf die Unterwäsche ausziehen müssen. Im ausschließlich in extremeren Ligen verbreiteten Buck-Naked-Match muss die Gegnerin hingegen komplett entkleidet werden. Insbesondere in den 80ern und frühen 90ern bestritten männliche Manager und sonstige Non-Wrestler häufig Tuxedo-Matches, in welchen der Smoking des Gegners ausgezogen werden musste.


Last-Ride-Match
Bei einem Last-Ride-Match ist es das Ziel den Gegner so zu schwächen, das man ihn in einen Leichenwagen legen und abtransportieren kann. Das Match ist eine Spezialität des Undertakers. Diese Matchart wurde zuletzt im Dezember 2006, bei Armageddon veranstaltet. Dies zwischen Mr. Kennedy und The Undertaker.


Pudding-Match
Bei diesem Match, welches nur Damen bestreiten, wird der Ring durch einen Pool mit Pudding ersetzt. Das erste Match dieser Art wurde bei WWE One Night Stand 2007 ausgetragen, das Candice Michelle durch Aufgabe von Melina für sich entscheiden konnte.


Item-on-a-Pole-Match
Bei diesem Match ist an der Ringecke ein hoher Pfosten befestigt, auf dem ein Gegenstand (Paddel, Pinker Belag) hängt. Das Ziel ist es, den Gegenstand herunterzuholen.


Fullfill Your Fantasy
In diesem Match treten Wrestlerinnen in anregenden Outfits gegeneinander an. Im Ring steht ein Bett und es liegen Kissen zum Kampf bereit. Bei Cyber Sunday gab es zwei Jahre hintereinander eine Full Fil Your Fantasy Battle Royal.


3 Stages of Hell
Bei diesem Match werden maximal drei Matcharten hintereinander ausgetragen. Gewonnen hat wer als erster 2 Matches für sich entschieden hat.